RATGEBER · 7 MIN LESEZEIT · STAND OKTOBER 2026

Virtuellen Rundgang selbst erstellen: Was mit Handy und 360°-Kamera geht

Ein einfacher Rundgang lässt sich mit Smartphone oder 360°-Kamera selbst erstellen. Was Sie dafür brauchen, wie es geht und wo die Grenzen liegen – ehrlich erklärt von einem Anbieter.

Beispielaufnahme: leeres Wohnzimmer im 3D-Rundgang

KURZ BEANTWORTET

Kann man einen virtuellen Rundgang selbst erstellen?

Ja. Mit einer 360°-Kamera (oder einem geeigneten Smartphone) und einer Rundgang-Software lässt sich ein einfacher Rundgang selbst erstellen. Für Präsentationen gegenüber Kunden stoßen Selbstaufnahmen aber oft an Grenzen bei Bildqualität, Belichtung, Stitching und dauerhaftem Hosting – dann lohnt sich ein Profi.

Was Sie brauchen

  • Kamera: eine 360°-Kamera mit zwei Objektiven oder ein Smartphone mit passender App. Für 3D-Modelle sind spezielle Kameras oder Geräte mit Tiefensensor nötig.
  • Stativ: ein schlankes Stativ, damit das Stativ im Bild kaum sichtbar ist und alle Aufnahmen auf gleicher Höhe entstehen.
  • Software: ein Programm oder Onlinedienst, der Panoramen zu einer Tour verbindet und hostet. Einen Überblick gibt unser Artikel Software für 360°-Rundgänge.
  • Zeit: für Planung, Aufnahme, Nachbearbeitung und Pflege.

Schritt für Schritt zum eigenen Rundgang

  1. Planen: Welche Räume, welcher Startpunkt, welche Reihenfolge?
  2. Vorbereiten: aufräumen, alle Lichter an, Spiegel und Fenster beachten.
  3. Aufnehmen: Standpunkte im Abstand von etwa 1,5 bis 3 Metern, Kamera auf Augenhöhe, selbst aus dem Bild gehen.
  4. Verbinden: Panoramen in der Software verknüpfen, Startpunkt festlegen.
  5. Ergänzen: Infopunkte und Beschriftungen einfügen.
  6. Veröffentlichen: Link oder Einbettungscode auf der Website einbinden.

Typische Probleme bei Selbstaufnahmen

  • Licht: Fenster überstrahlen, Innenräume sind zu dunkel. Profis arbeiten mit Belichtungsreihen.
  • Stitching: Nahtstellen zwischen den Objektiven werden bei nahen Objekten sichtbar.
  • Personen und Spiegel: Wer im Bild steht oder sich spiegelt, erzwingt eine neue Aufnahme.
  • Hosting: Kostenlose Tarife haben oft Werbung, Wasserzeichen oder begrenzte Laufzeit.
  • Pflege: Wer betreut den Rundgang in einem Jahr noch?

Selbst machen oder beauftragen? Ein ehrlicher Vergleich

Selbst erstellenProfi beauftragen
Ausrüstungeigene Anschaffunginklusive
Zeitaufwandhoch (Einarbeitung)ein Termin vor Ort
Qualitätabhängig von Erfahrunggleichbleibend
Hosting & Pflegeselbst organisieren6 Monate inkl., verlängerbar
Kosten bei uns–ab 399 € netto (bis 100 m²)

Für interne Zwecke oder einen schnellen Eindruck reicht eine Selbstaufnahme oft aus. Wenn der Rundgang Kunden überzeugen und dauerhaft auf Ihrer Website laufen soll, ist ein professioneller Rundgang meist die bessere Investition.

PREISE

Ab 399 € netto

Festpreise nach Fläche, 6 Monate Hosting inklusive.

FAQ

Häufige Fragen zum Thema

Ja, für einfache 360°-Touren gibt es Apps. Die Qualität erreicht in der Regel nicht die einer 360°- oder 3D-Kamera, besonders bei schwierigem Licht.

Es gibt kostenlose Einstiegstarife. Sie sind meist in Laufzeit, Speicher oder Funktionen begrenzt oder zeigen Werbung.

Kleine Räume oft nur einen, größere Räume mehrere – so, dass der Übergang zwischen den Standpunkten natürlich wirkt.

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